- Hundepfoten SaarPfalz e.V.
Gesundheit und typische Erkrankungen
Unsere Hunde kommen tierärztlich versorgt zu Ihnen. Trotzdem bringen das Leben im Shelter und eine lange Reise manches mit sich. Hier erfahren Sie, was wir vor der Ausreise für die Gesundheit tun, worauf Sie in den ersten Wochen achten sollten und welche Krankheiten Sie kennen sollten.
Gut versorgt auf die Reise
Bevor ein Hund die Slowakei verlässt, wird er dort tierärztlich untersucht, gechipt und gegen Tollwut geimpft. Die Tollwutimpfung ist für die Einreise nach Deutschland Pflicht und muss mindestens 21 Tage vor dem Transport erfolgt sein. Zusätzlich lassen wir unsere Hunde gegen die gängigen Seuchen wie Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Leptospirose impfen, entwurmen und gegen Flöhe und Zecken behandeln.
Alles ist im blauen EU-Heimtierausweis dokumentiert, den Sie bei der Übergabe erhalten. Was wir über den Gesundheitszustand eines Hundes wissen, erfahren Sie schon vorher: im Vermittlungstext, im Telefonat und im Schutzvertrag.
Übrigens: Manche Tierärzte in Deutschland empfehlen eine Nachimpfung, andere halten den Schutz für ausreichend. Sprechen Sie das in Ruhe mit Ihrem Tierarzt ab – zu viel Impfen ist auch nicht gut.
Die ersten Wochen
Die meisten Hunde kommen gesund an. Stress, Futterumstellung und das Leben mit vielen Hunden auf engem Raum können aber zu ein paar typischen Begleiterscheinungen führen – fast immer gut behandelbar. Mit dem ersten Tierarztbesuch dürfen Sie ruhig warten, bis Ihr Hund etwas angekommen ist. Bei akuten Beschwerden gehen Sie natürlich sofort.
Giardien und Würmer
Giardien sind winzige Darmparasiten und dort, wo viele Hunde zusammenleben, weit verbreitet. Typisch ist wiederkehrender, schleimiger Durchfall. Ihr Tierarzt kann sie mit einem Schnelltest nachweisen und gut behandeln. Wichtig ist Hygiene: Kot sofort entfernen, Näpfe heiß spülen, Decken waschen. Giardien sind für andere Tiere ansteckend, selten auch für Menschen.
Zwingerhusten
Eine ansteckende Atemwegsinfektion, die überall dort vorkommt, wo viele Hunde aufeinandertreffen – Transportstress begünstigt sie zusätzlich. Typisch ist ein trockener, bellender Husten bei sonst munterem Hund. Meist klingt er nach ein bis zwei Wochen ab. Bei Fieber, Appetitlosigkeit oder Atemnot geht es zum Tierarzt.
Verdauung und Reiseübelkeit
Nach dem Transport sind weicher Kot, Übelkeit oder fehlender Appetit häufig. Füttern Sie anfangs kleine Portionen und stellen Sie das Futter langsam um. Hält der Durchfall länger als zwei, drei Tage an, ist Blut im Kot oder erbricht Ihr Hund wiederholt, lassen Sie ihn bitte schnellstmöglich tierärztlich untersuchen.
Haut, Fell und Gewicht
Stumpfes Fell, ein paar Kilo zu wenig oder kleine Blessuren aus dem Shelter sind keine Seltenheit. Mit gutem Futter, Ruhe und Pflege erholen sich die meisten Hunde schnell. Steigern Sie die Futtermenge behutsam und führen Sie den Floh- und Zeckenschutz regelmäßig weiter.
Krankheiten, die Sie kennen sollten
Ein Überblick über die wichtigsten Infektionskrankheiten bei Hunden aus dem Auslandstierschutz – und was Sie zur Vorsorge tun können.
Die klassischen Seuchen
Tollwut, Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Leptospirose können für Hunde lebensgefährlich sein. Gegen sie sind unsere Hunde geimpft. Damit der Schutz bestehen bleibt, lassen Sie die Impfungen nach dem Plan Ihres Tierarztes regelmäßig auffrischen.
Sogenannte Mittelmeerkrankheiten
Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose oder Herzwurm werden von Mücken und Zecken übertragen. In der Slowakei treten sie bisher nur vereinzelt auf, weil die kalten Winter die Überträger schwächen. Manche Zecken, die solche Erreger tragen, gibt es inzwischen auch bei uns – Zeckenschutz lohnt sich also immer. Wenn Sie sichergehen möchten, kann Ihr Tierarzt einen Bluttest machen.
Vorsorge zu Hause
Regelmäßige Impfungen, Wurmkuren sowie Floh- und Zeckenschutz halten Ihren Hund gesund. Eine Hundehaftpflicht ist für uns nahezu Pflicht, in den meisten deutschen Bundesländern auch, eine Kranken- oder OP-Versicherung ist definitiv eine Überlegung wert. Das Thema Kastration bei unkastrierten Hunden besprechen Sie bitte mit Ihrem Tierarzt.
Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zur Gesundheit Ihres Hundes wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Tierarzt.
Fragen zur Gesundheit?
Sie möchten mehr über den Gesundheitszustand eines bestimmten Hundes wissen oder haben nach der Adoption eine Frage? Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen gern weiter. Im Notfall direkt zum Tierarzt!